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Paul: Ich glaub ich steh im Moor! [lacht]
Anni: Haha, hast du heute Morgen wieder einen Clown gefrühstückt?
Paul:
Neee! Aber Moore sind total faszinierend, erst recht das Torfhausmoor hier.
Anni: Was ist das Besondere?
Paul: Wusstest du, dass die Moore hier im Harz zu den besterhaltenen in Deutschland zählen?
Anni: Nein. Das ist spannend.
Paul: Dadurch, dass diese Moore auf 700 Metern und höher liegen, kommen hier Arten vor, die sonst nur in Skandinavien beheimatet sind. Das raue und regenreiche Klima begünstigt das Wachsen der Torfmoose, die sich hier nach der letzten Eiszeit gebildet haben.
Anni: Regen kennen wir ja im Harz [lacht]. Was wächst denn hier alles im Moor?
Paul: Ich habe beim Nationalpark gelesen, dass neben den verschiedenen Moosarten Sonnentau, Rosmarinheide und das typische Wollgras wachsen.
Anni: Ach, dieses Gras mit den weißen Puscheln, oder?
Paul: Genau! Kurios ist auch, dass hier die eigentlich nur in Skandinavien wachsende Zwergbirke vorkommt, die nicht höher als einen halben Meter wird. Sie hat sich den rauen Bedingungen perfekt angepasst.
Anni: Stimmt, ein paar davon sind mir aufgefallen. Gibt es überhaupt Tiere, die hier im Moor leben?
Paul: Na klar! Hier leben viele vom Aussterben bedrohte Schmetterlingsarten und Libellen. Die Harzer Moore sind sehr wichtig für den Naturschutz.
Anni: Ich finde Moore immer ein wenig gruselig. Es gibt viele schaurige Sagen darüber. Ich möchte hier im Dunkeln nicht vom richtigen Weg abkommen.
Paul: Stimmt! Auch wenn diese Irrlichter, die auch Goethe schon erwähnt hat, wissenschaftlich erforscht sind. Das sind nur harmlose entflammte Faulgase.
Anni: Ja, ich weiß. Aber ich wandere dann doch lieber nur im Hellen hier lang. So sieht man ja auch mehr.
Paul: Und es lohnt sich auf jeden Fall hier im Moor genauer hinzusehen.

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Harzer Tourismusverband e.V.
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