Schloss und Stadt wirken entrückt. Blankenburgs große Zeit als herzoglich-braunschweigischer Nebenresidenz, wo man mit Heiraten nach Spanien oder Rußland sein Image aufbesserte und das Schloss erweiterte, waren damals längst vorüber. Schloss und Gärten blieben bewahrt, Blankenburg war eine kleine Beamten- und Pensionärsstadt. Das für die kleine Stadt viel zu große Schloss kann besichtigt werden, ein Verein engagiert sich seit Jahren für dessen Sanierung.
Über den Künstler
Christopher Wilhelm Eckersberg (1783-1853) ist der berühmteste dänische Maler des 19. Jahrhunderts. Er war gerade 27 Jahre alt und von Kopenhagen auf dem Weg nach Paris, als diese Zeichnung entstand. Der Harz bedeutete sein erstes Gebirgserlebnis, denn nur 172 Meter hoch ist der höchste dänische Berg. Aber Eckersberg hatte es eilig und scheint nicht lange geblieben zu sein, dies ist eine von nur zwei im Kopenhagener Museum erhaltenen Harzzeichnungen. Es zog ihn zu den berühmten klassizistischen Malern nach Paris, zu Jaques Louis David, später auch nach Italien, wo er sieben Jahre blieb. Dafür hatte er ein Stipendium, für das er sich lange gemüht hatte. Zuvor hatte er sich jahrelang mit druckgraphischen Aufträgen herumgeschlagen. Erst 1809 nach dem Tod von Nicolai Abildgaard, dem Akademiedirektor in Kopenhagen, hatte es geklappt – ausgerechnet für ein schlechtes Bild.
Später gelang ihm alles, was er sich vornahm. Historie, Porträt, Akt, Landschaft. Er tauchte es in seine präzise, aus genauer Beobachtung gespeiste Wiedergabe. Übersteigerung und Romantisierung lagen ihm nicht. 1817 wurde er Professor und Lehrer an der Kunstakademie Kopenhagen, durch seine vielen Schüler verbreitete sich sein Ruhm überall hin, so dass mit ihm Dänemarks Goldenes Zeitalter in der Malerei begann.
Wandertipp
Wer einmal oben beim Großvaterfelsen ist (Stempelstelle der Harzer Wandernadel), sollte nicht versäumen, die Teufelsmauer auf dem Höhenzug des Heidelberges mit ihren sandsteinernen Felsbrocken, zerzausten Kiefern und wunderschönen Ausblicken bis nach Timmenrode entlang zu wandern. Er wird am Großmutterfelsen vorbeikommen, den es hier natürlich auch gibt. Gut ausgeschildert kann hier der Fernwanderweg Nordsee – Masuren genutzt werden.
Autor:in
Harzer Tourismusverband e.V.
Marktstraße 45D-38640 GoslarOrganisation
Harzer Tourismusverband e.V.



