Standort dieses Malerblicks war die alte Reichsburg Kyffhausen, genauer deren Unterburg. Von hier sehen wir über einen Abgrund hinüber zur Oberburg auf den Barbarossaturm, am Abhang dahinter die Rothenburg, rechts die Goldene Aue und in der Ferne den Harz mit dem Brocken. Natürlich hat der Barbarossaturm seinen Namen durch die bekannte Sage erhalten, nach welcher der staufische Kaiser hier unten im Berg noch lebt und eines Tages das zersplitterte Deutschland endlich wieder einen wird. Die Burg war ein vielbesuchter Ort gerade seit den Zeiten der nationalen Bedrohung während der napoleonischen Krieg und den Befreiungskämpfen. Das zeigt uns der Dresdner Maler durch eine Gruppe junger Männer im Vordergrund; hier hat er sich auch selbst mit ins Bild gebracht. Heute stehen wir auf der Terrasse des Kyffhäuserdenkmals und können die Aussicht genauso erleben. Aber der Blick von der Unterburg ist durch den Denkmalsbau von 1890 bis 1896 versperrt. Für gewaltige neue Terrassenmauern wurden alte Burgmauern beseitigt. Das wilhelminische Deutschland, das zwanzig Jahre später loszog um draufzuhauen, präsentiert hier schon mal seine Träume von Einigsein als Vollender der Träume Kaiser Barbarossas. Die Ansicht bewahrt uns die Erinnerung an eine der größten deutschen Burgen von über 300 Metern Länge und regt an zum Nachdenken über Patriotismus und Nation – schwierige Themen für uns Deutsche.
Über den Künstler
Dieser Stahlstich erschien ebenfalls wie die Stahlstiche von Adrian Ludwig Richter in dem populären mehrbändigen Werk „Das malerische und romantische Deutschland“, das der Leipziger Verleger Georg Wigand herausgab und mit dem er als Mischung von literarischem Wandererlebnis und Bildern ganz den Nerv der Zeit traf. Aber nicht im Band für den Harz, sondern für Thüringen! Der Dresdner Maler Otto Wagner (1803-1861) hat die Thüringen-Zeichnungen gemacht. Er beobachtet die Menschen nicht so genau wie Richter, seine Figuren bleiben Staffage. Schauen Sie zum Vergleich Richters Ansicht vom nahegelegenen Sangerhausen an. Übrigens gab es auch Maler, die den Kyffhäuser zum Harz zählten, beispielsweise 1828 in einer Harz-Serie, vielleicht einfach wegen der Aussicht hinüber? Denn historisch ist der fruchtbare Boden der Goldenen Aue zwischen Harz und Kyffhäuser altes Thüringer Land seit den sagenhaften Thüringer Königen aus dem Geschlecht der Agilolfinger. Aber Harzmaler haben den Kyffhäuser immer wieder in ihre Blattfolgen aufgenommen und auch heute kooperieren Harz und Kyffhäuser im Tourismus. Denn was wäre der Kyffhäuser ohne die Sicht hinüber zum Harz.
Wandertipp
Der kleine und markante Höhenzug des Kyffhäuser ist leicht durchwandert und bietet immer wieder schöne Ausblicke auf die über 250 Meter tiefer liegende Niederung. Immer auf der Höhe entlang und meist abseits der Straße verbindet ein Wanderweg – Teilstück des 37 Kilometer langen Kyffhäuserweges – die beiden Burgen Kyffhausen und Rothenburg, die auch die höchsten Punkte des Kyffhäuser markieren (5 Kilometer, 1 Stunde).
Weitere Informationen zum Malerblick gibt es hier.
Über den Künstler
Dieser Stahlstich erschien ebenfalls wie die Stahlstiche von Adrian Ludwig Richter in dem populären mehrbändigen Werk „Das malerische und romantische Deutschland“, das der Leipziger Verleger Georg Wigand herausgab und mit dem er als Mischung von literarischem Wandererlebnis und Bildern ganz den Nerv der Zeit traf. Aber nicht im Band für den Harz, sondern für Thüringen! Der Dresdner Maler Otto Wagner (1803-1861) hat die Thüringen-Zeichnungen gemacht. Er beobachtet die Menschen nicht so genau wie Richter, seine Figuren bleiben Staffage. Schauen Sie zum Vergleich Richters Ansicht vom nahegelegenen Sangerhausen an. Übrigens gab es auch Maler, die den Kyffhäuser zum Harz zählten, beispielsweise 1828 in einer Harz-Serie, vielleicht einfach wegen der Aussicht hinüber? Denn historisch ist der fruchtbare Boden der Goldenen Aue zwischen Harz und Kyffhäuser altes Thüringer Land seit den sagenhaften Thüringer Königen aus dem Geschlecht der Agilolfinger. Aber Harzmaler haben den Kyffhäuser immer wieder in ihre Blattfolgen aufgenommen und auch heute kooperieren Harz und Kyffhäuser im Tourismus. Denn was wäre der Kyffhäuser ohne die Sicht hinüber zum Harz.
Wandertipp
Der kleine und markante Höhenzug des Kyffhäuser ist leicht durchwandert und bietet immer wieder schöne Ausblicke auf die über 250 Meter tiefer liegende Niederung. Immer auf der Höhe entlang und meist abseits der Straße verbindet ein Wanderweg – Teilstück des 37 Kilometer langen Kyffhäuserweges – die beiden Burgen Kyffhausen und Rothenburg, die auch die höchsten Punkte des Kyffhäuser markieren (5 Kilometer, 1 Stunde).
Weitere Informationen zum Malerblick gibt es hier.
Autor:in
Harzer Tourismusverband e.V.
Marktstraße 45D-38640 GoslarOrganisation
Harzer Tourismusverband e.V.



