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Anni: Guck dir mal diese Eimer hier an. Wir sind hier scheinbar wieder an einer Erlebnisinsel. Aber was haben die Eimer zu bedeuten?
Paul:
Das ist ein Denkmal für die Wasserknechte, die hier in den Stollen und Gräben der Oberharzer Wasserwirtschaft geackert haben.
Anni: Was haben die denn damit gemacht? Wasser geschleppt?
Paul: Richtig! Der Erzabbau fand in tiefen Gesteinsschichten statt. Schon wenige Meter unter der Erdoberfläche wurde einsickerndes Grubenwasser zum großen Problem. Die Wasserknechte haben daher zu mehreren eine Kette gebildet und mit den Eimern dieses Wasser hinaus transportiert. Nimm dir mal den Eimer, tunke ihn ins Wasser und hebe ihn dann wieder hoch.
[Poltern und Gluckern; Frau ächzt]
Anni: Oje, der ist ja verdammt schwer. Die armen Wasserknechte tun mir leid.
Paul: Das war wirklich harte körperliche Arbeit. Sie mussten natürlich auch auf Leitern stehen, um das Wasser nach oben zu reichen. Das war teilweise echt gefährlich. Außerdem war ihre Kleidung sehr schnell durchnässt. Damals gab es ja noch keine Funktionskleidung.
Anni: Aber war denn im Stollen immer so viel Wasser?
Paul: Nein, das war unterschiedlich und hing zum Teil auch von den Niederschlägen ab. Bei wenig Wasser wurden die Wasserknechte zu Hilfsarbeiten in der Förderung eingesetzt.
Anni: Das war ja trotzdem unglaublich hart.
Paul: Auf jeden Fall. Ich habe großen Respekt davor. Lass uns weitergehen oder willst du nochmal schöpfen?
Anni: [lacht] Nein, bloß nicht!


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