• Interaktiv



Paul: Guck mal, hier kannst du melken.
Anni:
Sehr witzig! Hasselfelde hat mit der Oberharzer Weidewirtschaft eine sehr lange Tradition. Auch heute noch kann man die hier aktiv erleben.
Paul: Waren das denn besondere Kühe hier im Harz?
Anni: Ja, hier gab es das Harzer Rote Höhenvieh, eine ganz alte Nutztierrasse. Vereinzelt wird sie hier noch erhalten und weitergezüchtet wie zum Beispiel beim Brockenbauer Thielecke oder am Biohof Düna bei Osterode. Heute gibt es wieder mehrere hundert Mutterkühe, was echt klasse ist, weil somit die alte Rasse erhalten bleibt.
Paul: Und wie lief das damals so ab?
Anni: Die Kühe wurden morgens auf die Straße getrieben und dann von einem Kuhhirten auf die angrenzenden Weiden und sogar bis in den Wald gebracht. So eine Kuh hat dann teilweise bis abends bis zu 20 Kilometer zurückgelegt, bevor es dann wieder zum Melken in den Stall ging.
Paul: Nicht schlecht. Das ist ja weiter als wir laufen.
Anni: Ja, richtig.
Paul: Welche Besonderheiten hatten diese Kühe?
Anni: Sie gaben nicht nur Milch und Fleisch, sondern wurden auch aktiv mit in die Feldarbeit eingebunden. Außerdem ist das Höhenvieh komplett einfarbig rotbraun und die Rasse ist generell sehr genügsam und anspruchslos, was sich hier im rauen Klima der Höhenlagen besonders bewährt.
Paul: Stimmt, bei Wind und Wetter draußen zu sein ist sicherlich nicht für jede Kuh was.
Anni: Ich bin auch froh, dass wir Outdoorkleidung haben. [lacht]


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Harzer Tourismusverband e.V.
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